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Mrz 08

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Sport macht Dich froh… und den Darm ebenso!

Sport macht Dich frohSpätestens nach G. Enders Bestseller „Darm mit Charme“ ist unsere Darmflora und somit der tägliche Gang auf’s WC salonfähig geworden. Doch auch in der Welt der Wissenschaft zählt der Darm zur Zeit mit zu den „hottest topics“.
Dass ist nicht verwunderlich, denn allein unsere Darmflora zählt ca. 1’000 – 10’000 Billionen Darmbakterien. Somit gibt es 10-100 Mal mehr Darmbakterien als eigene Zellen in unserem Körper.
Da macht es Sinn, dass auch nahezu alles unser Mikrobiom (die Gesamtheit und Variabilität unserer Darmbakterien) beeinflusst. Es ist schon längst bekannt, dass Bewegung und Sport unsere Darmperistaltik verbessern. Zum Beispiel können viele nach einem ausgedehnten Spaziergang einfacher auf’s WC gehen. Aber erst seit kurzem wissen wir, dass Sport die Vielfalt und das Spektrum unserer Darmbakterien positiv beeinflusst. Dies ergaben die Untersuchungsergebnisse von irischen Rugby-Spielern und deren Kontrollgruppen.
Ist in unserem Mikrobiom eine grosse Artenvielfalt zu finden, dann ist dies ein wichtiger Indikator für Gesundheit; wohingegen der Verlust an Artenvielfalt mit Diabetes, Übergewicht, Reizdarm und einer verringerten Stresstoleranz in Verbindung steht.
Wie viel Sport brauchen wir? Um die Artenvielfalt unseres Mikrobioms zu vergrössern, gehen wir nach dem Prinzip „viel hilft viel“ vor. Hochintensive Sportarten, wie zum Beispiel Hochintensives Intervall Training (HIIT) oder Rugby, sorgen für die grösste Artenvielfalt. Das bedeutet aber nicht, dass jeder zum Sportjunkie oder Leistungssportler mutieren muss. Auch moderate sportliche Betätigungen, wie Fitness, Joggen oder Yoga, haben einen positiven Einfluss auf unseren Darm und unsere Gesundheit.
Wie das ganze genau funktioniert und welche Wirkmechanismen dahinter stecken, ist zur Zeit Bestandteil intensiver Forschungsarbeiten. Fakt ist, dass regelmässiges Training unser Immunsystem stärkt, die Hormone ins Gleichgewicht bringt, entzündungshemmend wie ein Aspirin wirkt und die persönliche Stresstoleranz verbessert.
Was die Variabilität unseres Mikrobioms an geht, scheint es so, dass Bewegung und Ernährung direkt zusammen spielen. Der Einfluss unserer Ernährung auf die Darmflora ist mittlerweile sehr gut untersucht. Die untersuchten Rugby-Spieler z.B. kombinierten ihr extremes Trainingspensum mit einer Ernährungsweise, die reich an Proteinen (22% im Vergleich zur Kontrollgruppe mit nur 15-16%) ist. Ausserdem assen sie mehr Gemüse, Obst und weniger Snacks. Wie schon in vorangegangenen Studien gezeigt wurde, stehen proteinreiche Ernährungsformen direkt mit einer vielfältig zusammengesetzten Darmflora in Verbindung. Bewegung und Sport scheint diesen Effekt nun noch zu steigern.

Quellen/ Bildmaterial:

  • Clarke S, Murphy E, O’Sullivan O, et al. „Exercise and associated dietary extrems impact an gut microbial diversity.“ GUT 2014
  • www.naturafoundation.de

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