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Stresstest

Die Herzfrequenz bzw. die Herzfrequenzvariabilität gibt uns Auskunft  über die Balance von Sympatikus und Parasympatikus. Sie kann sehr einfach wie ein EKG bzw. über einen Brustgurtssensor gemessen werden. Die Messung wird in Ruhe, also im Liegen, durchgeführt, und sie dauert nur ca 10 Minuten.

Direkt im Anschluss erfahren Sie wie aktiv Ihr Stresssystem ist, und wie Ihr Nervensystem die täglichen Belastungen meistern kann.

Was passiert also in unserem Körper unter Stress ? Und was hat das für Folgen wenn unser Stresssystem andauernd aktiv ist?

Die erste und wichtigste Reaktion ist die Aktivierung des sympatischen Anteils des vegetativen Nervensystems und damit die vermehrte Bildung des Hormons Adrenalin. Mit deren Hilfe kommt es zur Freisetzung von Blutzucker aus der Leber, um den erhöhten Energiebedarf zu decken. Adrenalin hat weiter eine leistungssteigernde Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und die Atmung. Damit wird die Herzfrequenz gesteigert und das Gehirn besser mit Energie und Sauerstoff versorgt. Des weiteren erhöht der Körper den Cholesterinspiegel zur Abwehr eventueller Krankheitserreger und den Muskeltonus mit dem Ziel, die Herausforderungen und Probleme schnell und effektiv zu lösen und die Stressreaktion wieder abschalten zu können. Diese genetisch fixierten Programme sind so alt, dass sie gut mit Stressoren wie einem angreifenden Bären oder Krankheits-erregern wie Bakterien umgehen können. Das Problem ist nun, wenn die zu lösende Herausforderung nicht der Bär oder die Bakterie ist, sondern der Chef oder die Arbeit allgemein, und keine langfristigen Lösungsstrategien gefunden werden. Damit halten diese komplexen Stressreaktionen an, was zu einer langfristigen Erhöhung der Herzfrequenz, des Blutdrucks, des Blutzucker- und Cholesterinspiegels führt.

Diese Veränderungen sind die Grundlage von vielen unserer heutigen Zivilisationskrankheiten, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und Schlaganfall. Bei anhaltender Aktivierung des Sympatikus erschöpfen die Energiereserven in der Leber. Schafft es der Körper dann nicht mehr, sich genügend zu regenerieren, sind Burnout, Depressionen und chronische Erschöpfung die Folge.

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