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Nov 04

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schlafen, essen, arbeiten… was Müdigkeit, Depression und Unfruchtbarkeit mit unserem Cortisolspiegel zu tun haben

Tag ein Tag aus das gleiche Spiel: schlafen,Stress-Effects essen, arbeiten, schlafen, essen, arbeiten…. Wer von uns Frauen kennt das nicht!

Die Anforderungen sind hoch, der Job ist stressig und dann wartet auch noch der Haushalt auf uns, wenn wir nach Hause kommen. Wen wundert es, dass wir ständig müde sind, nachts nicht schlafen können und ab und zu auch mal ein wenig depressiv sind.

Misst man bei diesen Frauen den Cortisolspiegel, so finden sich häufig erhöhte Werte. Jetzt fragen Sie sich sicher, was Müdigkeit und Depression mit einem erhöhten Cortisolspiegel zu tun haben? Um dies zu verstehen, müssen wir uns einmal die Zusammenhänge zwischen Stress und Cortisol anschauen.

Hohe Anforderungen im Job, Beziehungsprobleme, aber auch zu wenig Schlaf, eine schlechte Ernährung und Diäten haben eines gemeinsam, es sind alles Ereignisse, die in der Lage sind, unser Stresssystem zu aktivieren. Oder anders ausgedrückt: all das sind Stressoren, die unseren Körper aus dem Gleichgewicht bringen. Durch die Aktivierung unseres Stresssystems laufen in unserem Körper Prozesse ab, die das Ziel haben, den Körper so schnell wie möglich wieder zurück ins Gleichgewicht zu bringen. Diese Prozesse verbrauchen extrem viel Energie.

Das Hormon Cortisol, was nun in der Nebenniere verstärkt produziert wird, erlaubt es uns, die im Körper gespeicherten Energiereserven freizusetzen. Zugleich drosselt Cortisol aber auch den Energieverbrauch anderer Systeme im Körper, so z.B. die Verdauung, den Stoffwechsel, die Regeneration und auch die Fortpflanzung. Denn all das ist in einer Gefahrensituation nicht wichtig, verbraucht nur unnötig Energie, und wird so lange auf Eis gelegt, bis der Körper wieder im Gleichgewicht ist.
Optimal wäre nun, dass nach der Aktivierung des Stresssystems der Körper sehr schnell wieder ins Gleichgewicht kommt, und somit auch die Produktion von Cortisol wieder herunter gefahren werden kann. Denn langfristig ist Cortisol keine gute Sache.

Doch leider ist der Cortisolspiegel bei vielen langfristig erhöht, weil die Anforderungen und die eigenen Erwartungen ständig hoch, und viele fast ständig am Kalorien zählen sind, um nicht zu zu nehmen. Dieser langfristig erhöhte Cortisolspiegel hat gravierende Folgen für unseren gesamten Körper.

Wirkungen des erhöhten Cortisolspiegels sind:

  • unausgeglichener Hirnstoffwechsel (Depression, Schlaflosigkeit, Leistungsabbau)
  • Abbau von Muskel- und Knochenmasse (Gefahr von Osteoporose steigt massiv)
  • Hunger (heftiges Verlangen nach Süssem und Kohlenhydraten – liefern schnell Energie, was langfristig zu Übergewicht führen kann)
  • Energiemangel
  • gestörte Fruchtbarkeit bis hin zu Unfruchtbarkeit (Damit in unserem Körper ein gesundes, kleines Menschlein heranwachsen kann, benötigen wir sehr viel Energie. Doch wie soll das unser Körper machen, wenn er eh schon unter einem generellen Energiemangel leidet.)

Was nun werden sich einige Leser fragen, was kann man tun!

Das Rätsels Lösung liegt darin die Stresssoren abzustellen, damit sich unser Stresssystem beruhigt und wieder abschaltet. Dann ist auch wieder Energie für den Rest des Körpers da und wir sind gesund und glücklich.

Das klingt jetzt erstmal ganz einfach, aber leider ist es das nicht. Jede Einzelne muss ihre individuellen Stresssoren finden, um sie bearbeiten zu können.

Dabei hilft es sich anfangs, mal ein paar einfache Fragen zu beantworten.

  • Was stresst mich und warum? Kann ich daran etwas ändern?
  • Kann ich auch einmal abschalten und tue ich das auch regelmässig?
  • Was möchte ich eigentlich wirklich bei meiner Arbeit und in meinem Privatleben?
  • Ernähre ich mich gesund und ausgewogen? Und bekomme ich genügend Nährstoffe?
  • Habe ich Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien?
  • Schlafe ich genügend und erholsam?
  • Bewege ich mich genügend oder zu viel?

Fragen über Fragen, gern helfe ich Ihnen Antworten und Lösungen zu finden. Es gibt effektive Tipps und Tricks, die einem das Leben leichter machen. Kombiniert mit Bewegung, einer gesunden Ernährung und verschiedenen Entspannungsmethoden können wir die Belastung senken und unsere Belastbarkeit steigern, damit wir gesund, fit und ausgeglichen sind.

 

Quellennachweiss:

Kyrou I, Tsigos C., „Chronic stress, visceral obesity and gonadal dysfunction“

medical clinic women to women

Achim Peters „Selfish brain“, „Mythos Übergewicht“

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