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Kiefergelenkprobleme – funktionelle Störungen im „Kauorgan“ und ihre Folgen

Craniosacral-Therapie bei Kopf-, Gesichts- und Kiefer-Schmerzen

Die Craniosacral-Therapie ist eine ganzheitliche, manuelle Therapie, und hat ihre Wurzeln in der funktionellen Osteopathie. In ihr verbinden sich auf einzigartige Weise wissenschaftliche Erkenntnisse und intuitive, fein geschulte Wahrnehmung der Therapeuten.

Die Verbindung zwischen dem Schädel (lat. Cranium) und dem Kreuzbein (lat. Sacrum) spielt in der Craniosacral-Therapie eine entscheidende Rolle.

Unser Cranium

In unserem Cranium (Schädel) ruht unser kostbarstes Gut, unser Gehirn. Mit seinen Milliarden Neuronen bildet es die hochkomplexe Schaltzentrale unseres Körpers und muss somit durch die Knochen des Schädels besonders geschützt werden.
Unser Schädel besteht aus sage und schreibe 22 unregelmässig geformten Knochen. Wie die Zahnräder einer Schweizer Uhr treibt die Bewegung eines Knochens den nächsten an. Diese einzelnen Bewegungen sind zwar minimal, doch ist der Effekt bei einer Störung von nur einem Knochen zum Teil mit massiven Beschwerden verbunden.
Aus spezialisierten Arealen unseres Gehirns entspringen unsere 12 Hirnnerven. Sie versorgen Kopf-, Halsbereich und die Bauchorgane. Jeder dieser Nerven hat mindestens eine Durchtrittsstelle durch den Schädel und ist dort besonders gefährdet.

Ein Beispiel: Der Facialis-Nerv versorgt unsere Gesichtsmuskulatur und muss auf seinem Weg aus dem Gehirn mitten durch unser Schläfenbein. Steht dieses nicht richtig, so kann der Nerv „geärgert“ werden, so dass es bis zu einer einseitigen Lähmung der Gesichtsmuskulatur kommen kann.

Die grösste Beweglichkeit finden wir am Kopf in den Kiefergelenken. Sie sind die meist bewegten Gelenke unseres gesamten Körpers, zählen aber in der ärztlichen Praxis zu den „vergessenen Gelenken“.

Cranio-mandubuläre Dysfunktion

Kiefergelenksprobleme, auch unter dem Begriff Cranio-mandibuläre Dysfunktion (kurz CMD) oder Arthro-myalgie bekannt, sind die häufigsten Ursachen für Kopf-, Gesichts- und Kieferschmerzen. Sie können sich jedoch mit unterschiedlichen Symptomen zeigen.
Die häufigsten Ursachen dafür sind Überlastungen, welche die individuelle Anpassungsfähigkeit des Gelenks überfordert: so zum Beispiel nach sehr weiter Kieferöffnung (aufgrund von Gähnen, langer Behandlung beim Zahnarzt oder nach Intubations-narkose), nach heftigem Aufprall auf den Unterkiefer, nach Schleudertrauma oder wenn über lange Zeit-räume mit den Zähnen geknirscht oder gepresst wird.
Aber auch unsere Psyche kann eine Ursache für eine Kieferüberbelastung sein. Ängste, psychischer Druck, emotionale Traumen oder auch Stress führen häufig dazu, dass wir uns „durchbeißen“ oder „die Zähne zusammen beißen“ müssen.

Symptome einer Cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD)

  • Kiefer-, Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Knacken und Blockaden des Kiefergelenks
  • Zahnschmerzen und Zahnabrasion (Abrieb)
  • Schluckbeschwerden, Ohrenschmerzen, Tinnitus und Schwindel
  • Beschwerden im Schulter-Nacken-Bereich
  • Migräne

Weitere Beschwerden, die in Verbindung mit CMD stehen können

Unseres cranio-mandibulären Systems, also Kopf und Kiefer, ist so komplex, dass sich Störungen absteigend in den ganzen Körper auswirken können.
Dies ist vor allem bei Kindern im Wachstum zu beachten. So leiden viele Kinder während Ihrer „Zahnspangenzeit“ unter starken Kopfschmerzen bis hin zu Fehlstellungen der gesamten Wirbelsäule. Bei diesen Kindern und Jugendlichen ist es sinnvoll, die kieferorthopädische Zahnkorrektur mit einer Craniosacral-Therapie zu kombinieren, damit sich keine bleibenden strukturellen Schäden der Wirbelsäule manifestieren.

Wenn Sie sich nun fragen, ob Ihre Beschwerden ebenfalls mit Ihrem Kiefergelenk in Verbindung stehen könnten, dann nehmen Sie sich doch einfach kurz einen Moment Zeit für unseren CMD-Selbsttest.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: „Warum den so verbissen?“ – Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (CMD)

 

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