Jul 08

Ursachen von Schlafstörungen

Die vermeintlichen Ursachen von Schlafstörungen sind den meisten bekannt. Stress im Beruf oder in der Familie, Lärm oder auch Schichtarbeit, Schmerzen oder andere Erkrankungen können uns den Schlaf rauben.

Das Schlafhormon Melatonin als Dreh- und Angelpunkt

Neuste wissenschaftliche Studien zeigen, dass fast alles mit unserem Schlafhormon Melatonin zusammenhängt. Im Grunde stellt sich die Frage:

Warum wirkt unser Schlafhormon Melatonin nicht?

Können wir aufgrund von Nährstoffmangel nicht genügend Melatonin bilden, verbrauchen wir die Bausteine irgendwo anders, weil sie dort gerade dringender gebraucht werden, oder gibt es Situationen, die die Wirkung von Melatonin beeinträchtigen, wie z.B. Stress oder ein gestörter Biorhythmus?

Will man Schlafstörungen erfolgreich bekämpfen, sollte analysiert werden, warum der Melatoninstoffwechsel gestört ist. Weiß man das Warum, kann ein individueller Maßnahmenkatalog helfen, wieder erholsam ins Land der Träume zu entschwinden.

Die Ursache von Schlafstörungen bestimmt die Interventionen

Dass es sich bei Schlafproblemen nicht um einen Mangel an Schlaftabletten handelt, ist ja fast jedem einleuchtend. Schlafmittel oder auch Beruhigungsmittel sind manchmal ein einfacher Weg, wenn auch nicht gerade nebenwirkungsfrei.

Langfristige Lösungen liegen in einer genauen Analyse der Ursachen und gezielten, individuellen Maßnahmen. Im folgenden zeigen wir einige der häufigsten Ursachen und deren Lösungsansätze.

Quelle: www.la-le-lu.ch

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Apr 10

Wünsche werden wahr…

jmea im DHCJeder von uns trägt Wünsche mit sich herum, die er eines Tages in die Tat umsetzen will.

Wir von just move and eat wollten ein Zentrum für Ganzheitsmedizin, in dem verschiedene erfahrenen Therapeuten und Coaches aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammen arbeiten.

In unserem ganzheitlichen Gesundheitszentrum soll der ganze Mensch im Mittelpunkt.

Nun ist es uns gelungen, mit dem discover-health.center ein solches Zentrum direkt am Zürichsee in Freienbach
für Sie am 15. April 2015 zu eröffnen.

Wir laden Sie herzlich zum Tag der offenen Tür am 18. April und 9. Mai von 11:00 bis 17:00 Uhr ein.

Profitieren Sie von unseren attraktiven Eröffnungsangeboten, spannenden Vorträge und vielen Überraschungen. Erfahren Sie zudem mehr zu unserer neuen Steinzeit-Bäckerei und Paleofood.

Wir freuen uns, Sie und vielleicht auch Ihre Familie und Freunde begrüssen zu dürfen.

Birgit Sachers

Besuchen Sie uns unter www.discover-health.center.

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Mrz 08

Sport macht Dich froh… und den Darm ebenso!

Sport macht Dich frohSpätestens nach G. Enders Bestseller „Darm mit Charme“ ist unsere Darmflora und somit der tägliche Gang auf’s WC salonfähig geworden. Doch auch in der Welt der Wissenschaft zählt der Darm zur Zeit mit zu den „hottest topics“.
Dass ist nicht verwunderlich, denn allein unsere Darmflora zählt ca. 1’000 – 10’000 Billionen Darmbakterien. Somit gibt es 10-100 Mal mehr Darmbakterien als eigene Zellen in unserem Körper.
Da macht es Sinn, dass auch nahezu alles unser Mikrobiom (die Gesamtheit und Variabilität unserer Darmbakterien) beeinflusst. Es ist schon längst bekannt, dass Bewegung und Sport unsere Darmperistaltik verbessern. Zum Beispiel können viele nach einem ausgedehnten Spaziergang einfacher auf’s WC gehen. Aber erst seit kurzem wissen wir, dass Sport die Vielfalt und das Spektrum unserer Darmbakterien positiv beeinflusst. Dies ergaben die Untersuchungsergebnisse von irischen Rugby-Spielern und deren Kontrollgruppen.
Ist in unserem Mikrobiom eine grosse Artenvielfalt zu finden, dann ist dies ein wichtiger Indikator für Gesundheit; wohingegen der Verlust an Artenvielfalt mit Diabetes, Übergewicht, Reizdarm und einer verringerten Stresstoleranz in Verbindung steht.
Wie viel Sport brauchen wir? Um die Artenvielfalt unseres Mikrobioms zu vergrössern, gehen wir nach dem Prinzip „viel hilft viel“ vor. Hochintensive Sportarten, wie zum Beispiel Hochintensives Intervall Training (HIIT) oder Rugby, sorgen für die grösste Artenvielfalt. Das bedeutet aber nicht, dass jeder zum Sportjunkie oder Leistungssportler mutieren muss. Auch moderate sportliche Betätigungen, wie Fitness, Joggen oder Yoga, haben einen positiven Einfluss auf unseren Darm und unsere Gesundheit.
Wie das ganze genau funktioniert und welche Wirkmechanismen dahinter stecken, ist zur Zeit Bestandteil intensiver Forschungsarbeiten. Fakt ist, dass regelmässiges Training unser Immunsystem stärkt, die Hormone ins Gleichgewicht bringt, entzündungshemmend wie ein Aspirin wirkt und die persönliche Stresstoleranz verbessert.
Was die Variabilität unseres Mikrobioms an geht, scheint es so, dass Bewegung und Ernährung direkt zusammen spielen. Der Einfluss unserer Ernährung auf die Darmflora ist mittlerweile sehr gut untersucht. Die untersuchten Rugby-Spieler z.B. kombinierten ihr extremes Trainingspensum mit einer Ernährungsweise, die reich an Proteinen (22% im Vergleich zur Kontrollgruppe mit nur 15-16%) ist. Ausserdem assen sie mehr Gemüse, Obst und weniger Snacks. Wie schon in vorangegangenen Studien gezeigt wurde, stehen proteinreiche Ernährungsformen direkt mit einer vielfältig zusammengesetzten Darmflora in Verbindung. Bewegung und Sport scheint diesen Effekt nun noch zu steigern.

Quellen/ Bildmaterial:

  • Clarke S, Murphy E, O’Sullivan O, et al. „Exercise and associated dietary extrems impact an gut microbial diversity.“ GUT 2014
  • www.naturafoundation.de

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Nov 23

Pastinaken – Retrogemüse als Powerfood neu entdeckt

Unser einheimisches Wintergemüse

Im Herst und Winter fallen die Blätter der Pflanzen ab und die Speicherstoffe aus den Stängeln wandern in die Zwiebeln, Knollen und Wurzeln ab. Zu diesen Wurzeln zählen viele regionale Rüben wie Rote Beete, Petersilienwurzeln, Steckrübe, Schwarzwurzel und auch die Pastinake.

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts zählte die Pastinake in Europa zu den wichtigsten Grundnahrungsmittel. Danach wurde Sie allmählich von Kartoffeln und Karotten verdrängt.

Die Pastinake ist ein wahres regionales Powerfood. Sie enthält viel Kalium, Kalzium, Eisen und Folsäure. Diese Nährstoffe sind wichtig für unser Herz, die Muskeln und Nerven. Zusätzlich ist die Pastinake reich an den Vitaminen A, B1, B2, B6, C und sekundäre Pflanzenstoffe, und unterstützt somit unseren Stoffwechsel.

Die Pastinake hat einen feinen süsslich-frischen Geschmack.

Es lohnt sich das alte Wintergemüse in die Küche zu holen und neue Gerichte auszuprobieren.

Viel Spass beim Kochen und Geniessen.

Pastinaken-Bratkartoffeln

Zutaten für 4 Personen:pastinaken

  • 6 mittelgrosse Pastinaken
  • 1 – 2 Esslöffel Kokosöl / Kokosfett
  • Salz, Pfeffer, Paprika, Kurkuma

Zubereitung:

  1. Pastinake leicht bürsten, Spitze und Kopf abschneiden und in Scheiben schneiden.
  2. Kokosfett in eine Pfanne erhitzen und Pastinakenscheiben hinzugeben: wie Bratkartoffeln zubereiten
    Achtung: die Bratzeit ist relativ kurz: 5 – 7 Minuten, je nach Scheibendicke.
  3. Am Ende würzen und als Beilage servieren.

Pastinaken-Püree

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 mittelgrosse Pastinaken
  • 1 Stück Sellerie
  • 250 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer, Kurkuma

Zubereitung:

  1. Pastinake leicht bürsten, Spitze und Kopf abschneiden und in grössere Stücke schneiden.
  2. Sellerie schälen und in kleinere Stücke schneiden.
  3. Alles mit der Flüssigkeit in einem Topf für 15 – 20 Minuten köcheln, bis alles weich ist.
  4. Dann im Topf pürieren und würzen.

 

Bildquelle: www.bioamplatz.at

 

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Okt 19

Warum denn so verbissen?!

Copyright: <a href='http://www.123rf.com/profile_zigf'>zigf / 123RF Stock Photo</a>Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion

Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus und Schwindel, aber auch chronische Schulter-Nacken-Verspannungen und Rückenschmerzen sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Sie begleiten uns tagtäglich, und wir leben damit, der Eine besser und der Andere schlechter. Bei manchen sind die Beschwerden jedoch so stark, dass die Lebensqualität nachhaltig eingeschränkt ist. Wird dann keine eindeutige Ursache für die Schmerzsymptomatik gefunden, werden manche dieser Beschwerdebilder häufig als „psychosomatisch“ bezeichnet.

Die Ursache für eine Vielzahl der Beschwerden liegt im Bereich unserer Kiefergelenke.

Kiefergelenksprobleme, auch unter dem Begriff Cranio-Mandibuläre Dysfunktion (kurz CMD) oder Arthromyopathie bekannt, sind die häufigsten Ursachen für Kopf-, Gesichts- und Kieferschmerzen. Sie können sich jedoch mit unterschiedlichen Symptomen zeigen.

Die häufigste Ursache dafür sind Überlastungen, welche die individuelle Anpassungsfähigkeit des Kiefers überfordert: so zum Beispiel nach sehr weiter Kieferöffnung, wie sie nach heftigem Gähnen, einer langen Behandlung beim Zahnarzt oder nach einer Intubationsnarkose bei einer Operation auftritt. Aber auch ein heftiger Aufprall auf den Unterkiefer, ein Schleudertrauma oder, wenn über lange Zeit mit den Zähnen gepresst oder geknirscht (Bruxismus) wird, kann die Kiefermuskulatur überfordern.

Ängste, psychischer Druck, emotionale Traumata oder auch Stress führen häufig dazu, dass wir uns „durchbeissen“ oder „die Zähne zusammen beissen“ müssen und so unsere Kiefergelenke und -muskulatur überlasten.

Unsere Kiefergelenke zählen in der ärztlichen Praxis zu den „vergessenen“ Gelenken, sind aber die meist bewegten Gelenke mit der grössten Beweglichkeit in unserem Körper überhaupt. Das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer und der gesamten Kiefermuskulatur ist hoch komplex und hat Einfluss auf die Statik, die Muskelspannung und auch auf Organfunktionen unseres gesamten Körpers. Schaut man sich deren anatomische Lage an, ist das nicht verwunderlich.

Ein Gelenk besteht immer aus 2 Gelenkpartnern, das kann man sich am Knie leicht vorstellen. Der Oberschenkelknochen ist über das Kniegelenk mit den Unterschenkelknochen verbunden. Haben wir eine Verletzung oder Überlastung im Knie, wirkt sich das nicht nur auf den Unterschenkel, sondern auch auf den Oberschenkel aus. Genauso ist das auch in unseren Kiefergelenken. Der eine Gelenkpartner ist der Unterkiefer und der andere das Schläfenbein (einer unserer Schädelknochen).

Aber was macht unsere Schläfenbeine so besonders wichtig für unseren Körper?

SchädelIn den Schläfenbeinen befindet sich nicht nur unser Innenohr mit dem Gleichgewichtsorgan, auch  unser Hör- und Gelichgewichtsnerv muss durch ein winziges Löchlein mitten durch unser Schläfenbein hindurch. Wird nun das Schläfenbein durch eine Fehlfunktion im Kiefergelenk stark belastet, dann kann dies zu Schwindel und Tinnitus führen. Aber auch etliche andere Hirnnerven, die vor allem Kopf-, Halsbereich und die inneren Bauchorgane versorgen, müssen durch die Schläfenbeine hindurch. Werden die Nerven an dieser Durchtrittsstelle „geärgert“, dann wird deren Funktion beeinflusst. Als Beispiele können hier zum einen der Nervus accessorius (er versorgt die Schulter-Nacken-Muskulatur) und der Nervus Vagus (er ist unser wichtigster Nerv des vegetativen Nervensystems und versorgt vor allem innere Organe im Brust- und Bauchbereich) genannt werden. Wird der N. accessorius nun am Schläfenbein „geärgert“, so kann es immer wieder zu Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich kommen, die über eine direkte Behandlung mittels Massage oder Triggerpunkt-Therapie nicht verschwinden. Über eine Behandlung der Kiegergelenksregion kann der Nerv im Bereich der Austrittsstelle am Schläfenbein direkt behandelt werden und sich schliesslich wieder beruhigen. Auch Reizungen des N. vagus kennen viele, so ist eine mögliche Ursache von Koliken bei Gross und Klein ein „verärgerter“ Nervs im Bereich des Kiefergelenks.

Eine Funktionsstörung im Kiefergelenk hat aber häufig nicht nur eine Ursache, sondern wird durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst. Diese belastenden Faktoren können auch aufsteigend wirken. Das bedeutet, dass von einem schiefen Becken oder einer schiefen Wirbelsäule die Körperstatik so verändert wird, dass sich das Bewegungsmuster beim Kauen verändert, so dass eine Fehlbelastung des Kiefers die Folge ist.

Das therapeutische CMD-Konzept

Die Craniosacral-Therapie bzw. Craniosacrale-Körperarbeit harmonisiert Gewebespannungen und die Bewegungsmöglichkeiten der Schädelknochen, der Kiefergelenke, der Wirbelsäule und des Kreuzbein, und wirkt somit direkt auf unsere Nerven und unser Nervensystem. Bei Craniomandibulären-Dysfunktionen stellt die Craniosacral-Therapie das Mittel der Wahl dar.

Das therapeutische Konzept, um diese komplexen Mechanismen umfassend behandeln zu können, zeichnet sich ausserdem durch eine gute interdiszipinäre Zusammenarbeit mit Zahnärzten, Schmerztherapeuten, Hals-Nasen-Ohrenärzten, Psychotherapeuten und Orthopädietechnikern aus. Der Craniosacral-Therapeut erstellt nach einer ausführlichen Anamnese und Befundung einen individuellen Therapieplan und stimmt diesen mit den anderen behandelnden Spezialisten ab.

Nur so kann das bestmögliche Behandlungsergebnis und ein unbeschwerter, beschwerdefreier Alltag für den Patienten erreicht werden.

Wenn Sie sich nun fragen, ob Ihre Beschwerden ebenfalls mit Ihrem Kiefergelenk in Verbindung stehen könnten, dann nehmen Sie sich doch einfach kurz einen Moment Zeit für unseren CMD-Selbsttest.

Weitere Informationen zur Craniosacral-Therapie finden Sie hier:

 

 

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Aug 24

Multiple Sklerose – Marderschaden im zentralen Nervensystem

In der Schweiz bekommt fast täglich ein junger Erwachsener im Alter von 20-40 Jahren die Diagnose Multiple Sklerose (kurz MS). Zur Zeit leben hierzulande über 10’000 Menschen mit dieser unheilbaren Krankheit, Tendenz steigend. Somit gehört die MS mit zu den häufigsten chronischen, neurologischen Erkrankungen in diesem Lebensabschnitt.

Da die Beschwerden, unter denen die Patienten leiden, sehr vielfältig sind, werden die ersten Symptome oft übersehen oder anderen Erkrankungen zugeordnet. So können Müdigkeit, Sehstörungen und Konzentrationsstörungen auftreten, genauso wie Muskelschwächen, Koordinationsstörungen, Blasen- und Darmstörungen, die jahrelang niemand mit Multiple Sklerose in Verbindung bringt. Dies verzögert die Diagnosenstellung oft Jahre, so dass eine adäquate  Therapie erst spät startet.

Was ist eigentlich Multiple Sklerose?Myelinscheide bei MS

MS ist eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Durch Entzündungsreaktionen wird die isolierende Schutzschicht der Nerven des Gehirns und des Rückenmarks zerstört, so dass es zu einer gestörten Weiterleitung der Nervenimpulse und somit zu Muskelschwäche, Koordinationsstörungen und vielen anderen Symptomen kommt. Man kann sich unser zentrales Nervensystem, also Gehirn und Rückenmark, wie eine moderne Schaltzentrale vorstellen. Im Gehirn findet die Informationsverarbeitung statt, und über das Rückenmark werden einerseits ständig Informationen aus dem Körper an das Gehirn geschickt und andererseits schickt das Gehirn über das Rückenmark Informationen in den Körper, damit alles funktioniert.

Der Marder als Kabelkiller

Stellen Sie sich das wie in einem modernen Auto vor. Die Blackbox, das Gehirn der gesamten Elektronik, ist über Kabel, den Nervenfasern, mit jedem Teil verbunden. Es gibt Kabel, die zur Alarmanlage, zum Anlasser, zum Licht, zum Treibstofftank und z.B. zur Zentralverriegelung gehen und diese ständig überwachen und dazu elektrische Impulse zur zentralen Box zurückschicken. Die Box verarbeitet dann die eingegangenen Informationen und schickt ihrerseits Informationen bzw. Handlungsaufträge zu anderen Teilen im Auto. Somit ist es möglich, dass, wenn man den Autoschlüssel ins Zündschloss steckt und dreht, der Motor zum Leben erweckt. Nun mögen aber in manchen Gegenden putzige kleine Tierchen, die Marder, ihr Unwesen treiben und liebend gern die Isolierungen der Kabel im Auto anknabbern. Dabei wird das Kabel beschädigt und die Information, die dieses Kabel vermittelt, werden gestört. Wir stecken den Schlüssel ins Zündschloss, drehen und nix passiert, nur weil ein Kabel bzw. die Isolierung des Kabels defekt ist.

Im menschlichen Körper ist eine Isolierung der Nervenfasern nötig, damit Informationen sehr schnell weitergeleitet werden können. Diese Isolierschicht wird als Myelinschicht bezeichnet.

Bei Multipler Sklerose greift nun das eigene Immunsystem die Myelinschicht der Nervenfasern an, löst Entzündungen aus und zerstört sie schliesslich. Je nachdem, welche Nervenfasern oder Bereiche im Gehirn betroffen sind, sehen die Beschwerden bei einzelnen MS-Patienten sehr unterschiedlich aus.

Zu Beginn einer MS Erkrankung klagen die Patienten häufig über Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheitsgefühl in Armen und Beinen, aber auch Sehstörungen und Gleichgewichtsstörungen können auftreten.

Andere typische Symptome sind:
  • generelle Müdigkeit
  • Muskelschwäche
  • Koordinationsstörungen (Gang- und Gleichgewichtsstörungen)
  • Missempfindungen (Kribbeln, Ameisenlaufen, Taubheitsgefühl)
  • Blasen- und Darmstörungen (Verstopfungen, Inkontinenz, unkontrollierter Harndrang)
  • vermindertes sexuelles Verlangen, Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs, Unfruchtbarkeit
  • Depressionen
Die Ursachen von MS sind bis heute noch nicht genau geklärt

Wie bei den meisten Autoimmunerkrankungen wird eine genetische Veranlagung in Kombination mit verschiedenen Umweltfaktoren diskutiert. Daher ist häufig nur eine symptomatische Therapie möglich. Mittels Entzündungshemmern wird versucht die Entzündung gering zu halten. Des weiteren kommen häufig Immunsuppresiva zum Einsatz, die die Immunantwort unterdrücken, damit das Immunsystem die körpereigene Myelinschicht nicht mehr zerstört.

Neure Untersuchungen zeigen jedoch deutliche Zusammenhange zwischen MS, der Funktion unseres Darms, unserer Ernährung und der Aktivität des Immunsystems. So kann ein sogenanntes „leaky gut syndrom“ dazu führen, dass unser Immunsystem immer wieder aktiviert und somit hyperaktiv wird. Ein hyperaktives Immunsystem haben alle Autoimmunerkrankungen gemeinsam. Bei vielen Patient kann dieses „leaky gut syndrom“ ein unterhaltender Faktor für die MS sein. Deshalb empfiehlt sich eine Ernährungsform die frei von, die Darmwand schädigenden, Antinutrienten ist. Diese finden sich gehäuft in allen Getreideprodukten, Hülsenfrüchten, Kartoffeln und Kuhmilchprodukten.

Bei der MS verwechselt unser Immunsystem die Myelinschichten der Nerven mit „feindlichen Stoffen“, sogenannten Antigenen, die in unseren Körper eindringen. Unser Immunsystem bekämpft, ähnlich einer Kreuzreaktion, dann nicht nur diese feindlichen Stoffe, sondern auch das körpereigene Myelin. Der Eine oder Andere wird eine solche Reaktion vielleicht kennen. Der Birkenpollenallergiker reagiert häufig nicht nur auf die Birkenpollen, sondern auch auf einen Apfel. Dies wird als molekulare Mimicry (Ähnlichkeit) bezeichnet, da sich die einzelnen Strukturen (die Gensequenz) der Birkenpollen und des Apfels stark ähneln. Auch bei der MS sind heute mittlerweile solche molekularen Ähnlichkeiten bekannt. So hat das in der Kuhmilch gefundene Milcheiweiss Butyrophilin einen ähnlichen Aufbau wie das Myelin der Nervenfasern. Durch diese Ähnlichkeit bekämpft das hyperaktive Immunsystem nun nicht nur den „feindlichen Stoff“ Butyrophilin aus der Milch, sondern auch die eigenen Myelinschichten. Dies führt zu Entzündungen im zentralen Nervensystem und schliesslich zur Zerstörung der Myelinschicht.

Vitamin D als selektiver Regulator des Immunsystems hemmt MS

Neuen Untersuchungen zufolge ist Vitamin D extrem wichtig zur Regulation des Immunsystems und somit zur Hemmung von MS. Rund um den Äquator, wo die Sonneneinstrahlung und der Vitamin D-Spiegel der Bevölkerung höher ist, sucht man MS-Patienten vergeblich. Auch in der Schweiz kann man entsprechend der Intensität der Sonneneinstrahlung eine unterschiedliche Ausbreitung von MS erkennen. So ist die Prävalenz im Flachland höher, als im nebelfreien Bergland.

Doch auch der Verzehr von Milchproduckten hat Einfluss auf den Vitamin D Spiegel im Körper. In der Kuhmilch wurde noch ein weiteres Milcheiweiss gefunden, das sogenannte Bovine Serum Albumin, kurz BSA genannt. BSA hat ebenfalls eine molekulare Mimicry mit einem körpereigenen Eiweiss, dem Vitamin D binding globulin. Ähnlich wie beim Butyrophilin bekämpft das Immunsystem nun das BSA und auch das dazugehörige körpereigene Eiweiss. Der dadurch verursachte Mangel an Vitamin D binding globulin führt zu einem generellen Vitamin D Mangel im Körper.

Diese Untersuchungen zeigen, dass Milchprodukte aufgrund der Milcheiweisse Butyrophilin und BSA  ein starkes antigenetisches Potential haben und somit einen, die MS unterhaltenden, Umweltfaktor darstellen. Für MS-Patienten ist nach dem heutigen Wissensstand eine milchfreie Ernährungsform, wie z.B. nach dem Modell der Steinzeitdiät (paleo diet) empfehlenswert.

Craniosacral Therapie bei Cronischer Cerebro-Spinaler Venöser Insuffizienz (CCVI)

Ein weiterer interessanter Ansatz in der Behandlung von MS stammt von Dr. Zamboni. Er stellte im Jahr 2008 fest, dass bei MS-Patienten der venöse Abfluss des Gehirns durch eine Verlegung der Vena jugularis interna gestört ist. Dies wird als Cronische Cerebro-Spinale Venöse Insuffizienz (CCVI) bezeichnet. Mit Hilfe der Gefässchirurgie machte er den Abfluss wieder frei und konnte einen Rückgang der Krankheitszeichen und Entzündungsherde im Gehirn beobachten. Diese Operationstechnik ist in der Schweiz jedoch noch nicht zugelassen, und zur Zeit aufgrund fehlender Langzeitstudien und eines verhältnismässig hohen Risikos noch stark umstritten.

Doch auch mittels Craniosacral-Therapie kann der venöse Abfluss des Gehirns verbessert werden, was zu einer ähnlichen Verbesserung der Krankheitssymptome führt, nicht invasiv ist und keine Nebenwirkungen hat. MS-Patienten empfinden diese Craniosacrale Körperarbeit als extrem entlastend.

Die Multiple Sklerose ist ein sehr komplexes Krankheitsbild mit vielen Gesichtern. Dieser Artikel soll Betroffenen helfen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Es werden weitere Artikel folgen, damit auf einzelne Themen, wie z.B. ausführliche Ernährungsempfehlungen, genauer eingegangen werden kann.

 

Bildquelle: Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft / www.multiplesklerose.ch

Quellen und Interessante Links zum Thema:

Löcher im Darm?! – Das leaky gut syndrom

Wenn UNSER Immunsystem zum Feind wird! – Was ist eine Autoimmunerkrankung

Impact of Dietary Antigens on Multiple Sclerosis – Toohey L. PhD, Colorado State University Health and Exercise Science USA

http://www.biomedizin-blog.de/de/kann-multiple-sklerose-durch-verzehr-dieser-lebensmittel-in-9-monaten-umgekehrt-werden-eine-erfolgsgeschichte-von-dr-terry-wahls-wp261-221.html

http://www.mindbodygreen.com/0-12809/how-i-beat-progressive-ms-with-a-paleo-diet-functional-medicine.html

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Aug 09

Wenn unser Immunsystem zum Feind wird!

Um die 5 Mio. Menschen in Europa leiden unter Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Multiple Sklerose, Zöliakie, Diabetes Typ I, Neurodermitis oder rheumatoider Arthritis. Somit gehört die Gruppe der Autoimmunerkrankungen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in den Industrieländern.Copyright: lightwise / 123RF Stock Photo

Aber was sind eigentlich Autoimmunerkrankungen?

Im Gegensatz zur Grippe gibt es bei den Autoimmunerkrankungen keine Krankheitserreger, die in unseren Körper eindringen und eine Abwehrreaktion auslösen, sondern unser eigenes Immunsystem richtet sich gegen uns. Die Aufgabe des Immunsystem ist es, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, und dann gezielt gegen Feinde vorzugehen. Läuft bei dem ersten Schritt, der Unterscheidung zwischen Freund und Feind, etwas schief, dann kann unser Immunsystem den eigenen Körper angreifen. So kann es passieren, dass das Immunsystem körpereigene Zellen und Gewebe nicht als Freund, sondern als Feind einordnet und bekämpft diese. Dies führt zu schweren Entzündungsreaktionen und wird als Autoimmunerkrankung bezeichnet. Rheumatiode Arthritis, Multiple Sklerose, Diabetes Typ I, Zöliakie und Neurodermitis sind die bekanntesten Vertreter, doch die meisten der über 60 Autoimmunerkrankungen sind kaum bekannt.

Autoimmunerkrankungen können jeden treffen, vor allem aber junge Menschen.

Viele der Autoimmunerkrankungen entstehen bereits in jungen Jahren. Schon früh kommt es zu irreparablen Schäden im Gewebe bis hin zu Behinderungen, und letztendlich auch zu Arbeitslosigkeit und sonstigen Beeinträchtigungen des sozialen Lebens. Damit es aber zu einer Erkrankung kommt, müssen mehrere ungünstige Faktoren zusammen kommen.

„bad genes and bad luck“!

Eine Voraussetzung ist die genetische Veranlagung, auch genetische Disposition genannt. Doch nur weil man eine erhöhte Empfänglichkeit z.B. für Rheuma hat, bedeutet das nicht, dass man auch krank werden muss, aber kann. Wissenschaftler bezeichnen dies als „bad genes and bad luck“, also genetische Veranlagung und Zufall. Dies zeigt, dass die Suche nach den einzelnen Ursachen für Autoimmunerkrankungen sehr schwierig ist und allgemein als „Zufall“ bezeichnet wird. Deshalb sind die Therapiemöglichkeiten zur Zeit noch begrenzt sind. Doch Forscher kommen in letzter Zeit spannenden Zusammenhängen der „Zufälle“ auf die Spur.

Unser Immunsystem wird durch unterschiedliche Faktoren geprägt: unsere Umwelt, Ernährung, Infektionen, Stress und Hormone können die Empfindlichkeit des Immunsystems beeinflussen und prägen. Dies sieht man beispielsweise an dem weiblichen Sexualhormon Östrogen und der Tatsache, dass überdurchschnittlich viele junge Frauen zwischen 20 und 40 Jahren von Autoimmunerkrankungen betroffen sind. Grundsätzlich hat Östrogen eine sensibilisierende Wirkung auf unser Immunsystem, so dass es leichter über das Ziel hinaus schiessen kann. Zusätzlich zum meist wohldosierten körpereigenen Östrogen nehmen wir fast täglich viele östrogen-ähnliche Stoffe auf: so zum Beispiel über Trinkwasser, über in Plastik verpackte Lebensmittel oder direkt über einige Nahrungsmittel (wie z.B. Soja).

Darmkeime als Schlüsselrolle bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen

Die Funktion des körpereigenen Abwehrsystems ist zum grossen Teil abhängig von der Darmflora. Bei einem Säugling wird die Entwicklung des Immunsystems massgeblich durch dessen Darmkeime beeinflusst. Und bei Erwachsenen ändert sich die Zusammensetzung der Darmflora ständig, je nach Ernährungsgewohnheiten, Stress, Infektionen, Entzündungen im Körper und vor allem nach Medikamenteneinnahme (z.B. Antibiotika). So zeigen neuste wissenschaftliche Untersuchungen beispielsweise, dass nur schon das richtige Mass an Bewegung sich positiv auf die Zusammensetzung der Darmflora und somit auf die Funktionsfähigkeit unseres Immunsystems auswirken.

Die klassische Behandlung der Schulmedizin ist eine Unterdrückung des Immunsystems, auch Immunsuppression genannt. Die eingesetzten Medikamente sind notwendig, jedoch unterdrücken sie zum Teil recht unspezifisch das Immunsystem und setzen somit die Immunabwehr ausser Kraft, und sie haben öfters starke Nebenwirkungen.

Wenn man jedoch die Zusammenhänge zwischen Darmflora und Immunsystem berücksichtigt, dann ist ein zusätzlicher Ansatzpunkt in der Therapie die natürliche Revision der Darmflora.
Somit wird das Immunsystem beruhigt und umerzogen, damit es nicht mehr über das Ziel hinaus schiesst und wieder zwischen Freund und Feind unterscheiden kann. Massnahmen sind zu suchen im Bereich der ausgewogenen Ernährung (mit weniger die Darmflora-schädigenden Antinutrienten und weniger Hormonen) und des Lebensstils (mit ausreichender Bewegung und weniger Stress). So kommt das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht, das Fortschreiten der Autoimmunerkrankung geht zurück, und die Immunsuppressiva können eventuell reduziert oder sogar abgesetzt werden.

Bildquelle: lightwise / www.123rf.com

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Aug 04

Paleo Erdbeer Kuchen – Die Erdbeere als Superfood

Paleo Erdbeer-Kuchen

Erdbeeren sind nicht nur lecker und gesund, sondern zählen auch zu den beliebtesten Früchten des Sommers.

Da sie reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind, kann man sie mit recht als Superfood bezeichnen.

Sie unterstützen Stoffwechsel und Immunsystem, indem Sie die Entgiftung und Reinigung der Leber und der Niere fördern. Ausserdem hat sich die Erdbeere zur Linderung von Menstruationsbeschwerden bei Frauen beliebt gemacht.

Die Vorteile der Erdbeere sind schon seit langem bekannt. Schon im Mittelalter erwähnte Hildegard von Bingen die Erdbeere als Heilpflanze. Und auch Pfarrer Kneipp schätzte sie bei der Rekonvaleszenz nach schweren Krankheiten.

Auch wer sich nach einem LowCarb Prinzip, wie zum Beispiel der Paleo Diät oder der Ketogenen Ernährung, ernährt, darf bei der Erdbeere hemmungslos zuschlagen, da sie einen sehr niedrigen Fruchtzuckeranteil besitzt (5,5 g Kohlenhydrat auf 100g Frucht).

Was ist nun genau in der Erdbeere drin:

Erdbeeren sind wahre Vitamin C Bomben. Sie enthalten mehr Vitamin C als die gleiche Menge an Zitrusfrüchten. Vitamin C stärkt unser Immunsystem und unterstützt den Stoffwechsel. Aber auch Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin K ist ausreichend enthalten. Aber auch Magnesium, Kalium und Mangan sind wichtige Spurenelemente, die lebenswichtig für unseren Körper sind. Erdbeeren sind reich an Polyphenolen, sekundären Pflanzenstoffen, die uns vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs schützen.

Der Kuchen ist nicht nur lecker, sondern auch für alle diejenigen geeignet, die sich frei von Getreide und Milch ernähren, bzw. ernähren müssen. Also speziell an alle Allergiker und Zöliakie Patienten: Lasst es Euch schmecken :-)!

Zutaten für den Boden:leckerer Paleo Erdbeer Kuchen

  • 1 Tasse ganze Walnüsse oder Mandeln
  • 1/2 Tasse Datteln
  • 4 Feigen

Zutaten für den Belag:

  • 1 1/2 Tassen Cashew Nüsse
  • 2 Zitronen
  • gemahlene Vanille
  • 2 Teelöffel Johannisbrotkernmehl
  • 1/3 Tasse Kokosöl
  • 1/3 Tasse Honig
  • 3 Tassen Erdbeeren (oder Himbeeren)

Zubereitung:

  1. Nüsse, Datteln und Feigen in einen Mixer fein zerhexeln. Der Teig ist fertig, wenn man ein kleine Menge in den Finger rollen kann und es klebt. Ansonsten mehr Nüsse (wenn zu klebrig) oder mehr Feigen (wenn zu trocken) dazugeben.
  2. Den Teig zwischen 2 Pergamentpapieren ausrollen auf die Grösse Ihrer Backform. Dann zurechtschneiden und mit dem unteren Pergament in die Springform legen.
  3. In einem Topf das Kokosöl und den Honig auf geringer Hitze erwärmen und vermischen. Abkühlen lassen.
  4. Im starken Mixer alle Zutaten (mit Ausnahme der Erdbeeren) zerkleinern auf höchster Stufe. Dann eine Tasse Erdbeeren hinzu und zu einem geschmeidigen Masse vermixen.
  5. Die Masse auf den Boden streichen.
  6. Die restlichen Erdbeeren auf die Masse setzen, leicht eindrücken.
  7. Den Kuchen mindestens 2 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen. 30 Minuten vor dem Servieren rausholen. Mit einem scharfen Messer in stücke schneiden.

Guten Appetit !!

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Jul 04

Ganzheitliche Therapie nach dem Model der kPNI – Patientenbeispiel

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „physiopraxis“ ist ein sehr schöner Artikel zur klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kurz kPNI) zu lesen. Er beschreibt anhand eines Patientenbeispiels, was die kPNI ist und wie man sich eine solche Behandlung genau vorstellen kann.

Tom Fox, Sportwissenschaftler und kPNI-Therapeut undMensch Sebastian Schwarz, Physiotherapeut und kPNI-Therapeut erklären darin recht anschaulich, dass die klinische Psycho-Neuro-Immunologie ein Interventionsansatz ist, der aus der PNI-Forschung kommt. Somit basieren ca 95 Prozent der Aussagen auf aktuellen wissenschaftlichen Studien.

Der derzeitige Trend macht es deutlich, immer mehr Menschen beschäftigen sich aktiv mit ihrer Gesundheit. Sie machen regelmässig Sport und achten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Doch manchmal ist es gar nicht so einfach, was ist nun gesund und was nicht. Viele Menschen möchten Wissen, was sie selbst für Ihre Gesundheit tun können.

Die kPNI hilft den eigenen Lebensstil gesünder zu gestalten, indem der Therapeut die Lebensgeschichte des Klienten genau durchleutet und versteht, welche Faktoren zu den Beschwerden und Erkrankungen geführt haben. Durch das Erkennen von Zusammenhängen ist es möglich wirksame Interventionen z.B. Ernährung, Bewegung/Training, orthomolekular Therapie, deep learning ect. zu finden. Somit ist es möglich grundlegend etwas zu verändern und zurück zu Gesundheit und Wohlbefinden zu kommen.

Doch lesen Sie den Artikel am besten selbst. (hier der Link: Den Lebensstil beeinflussen – kPNI Artikel Physiopraxis 05/14)

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Apr 15

Trotz Arthrose und Osteoporose schmerzfrei bis ins hohe Alter

Arthrose und Osteoporose gehören zu den häufigsten Gelenk- und Knochenerkrankungen im Alter. Eine von zwei Frauen und einer von vier Männern über 50 Jahre hat schon einmal einen Osteoporose bedingten Knochenbruch erlitten.

Als Osteoporose wird der beschleunigte Abbau von Knochenmasse bezeichnet. Dabei wird der Knochen porös und es kann schon bei kleinen Stürzen oder sogar Niesen zu Knochenbrüchen kommen.Arthrose & Osteoporose - Das A & O im Alter

Bei Arthrose wird die Knorperlschicht der Gelenke immer dünner. Unter Knorpel versteht man die schützende Schicht der Knochenenden an den Gelenken. Ist diese Knorpelschicht sehr dünn, dann kann bei Bewegung Knochen auf Knochen reiben, was dann Schmerzen macht und Entzündungen und Bewegungseinschränkungen zur Folge hat.

Wer nun von seinem Arzt die Diagnose Arthrose oder Osteoporose bekommt und Informationen zur Entstehung und Therapie wünscht, wird häufig enttäuscht. Häufig lautet die Antwort: in ein paar Jahren gibt es ein künstliches Gelenk und bis dahin können mit Schmerzmitteln und Physiotherapie die Schmerzen gesenkt werden, aber die Erkrankung an sich ist nicht heilbar.

Diese Antwort stimmt jedoch nur zum Teil. Die Entstehungsmechanismen für Arthrose und Osteoporose sind zwar vielschichtig, aber heutzutage auch hinreichend bekannt. Für die Schulmedizin ist die Ursache der Osteoporose ein zu schneller Abbau der Knochenmasse durch Mineralstoff- und Bewegungsmangel. Daher behandelt sie Osteoporose auch mit Calcium, Vitamin D und Belastung durch Training. Dies ist ja richtig, ABER WARUM kommt es zum Mineralstoffmangel!?

Bei der Arthrose sieht es ähnlich aus. Arthrose ist der Verlust von Knorpelgewebe. Also kann mit Knorpelaufbaupräparaten gearbeitet werden. Doch warum helfen diese bei den Einen, und bei Anderen wiederum nicht!? Was ist auch hier die Ursache für den Verschleiss? Ist alles nur auf unsere Gene und das Alter zurückzuführen?

Stellen Sie sich einmal vor: In Ihrer Wohnung ist ein Wasserrohrbruch in der Wand. Die Wand wird feucht und fängt an zu schimmeln. Von aussen sehen sie natürlich nur die nasse Wand und den Schimmel. Vergleichen wir das nun mit unserer Schulmedizin, so behebt die Schulmedizin nur die nasse Wand und den Schimmel, aber die Ursache, der Wasserrohrbruch, bleibt. Und somit kommt es immer wieder zu nassen Flecken in der Wand und zu Schimmel.

Arthrose und Osteoporose – ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit

Arthrose und Osteoporose sind keine altersbedingten Abnutzungserscheinungen, sondern nur die Folge von jahrzehntelanger falscher Ernährung und eines ungesunden Lebensstils. Das ist doch toll! Denn mit dieser Erkenntnis kann sowohl Arthrose als auch Osteoporose in seinem Fortschreiten aufgehalten und je nach Stadium sogar geheilt werden.

Doch wenn es wirklich so einfach wäre, dann müsste doch niemand mehr leiden?!

Doch so einfach ist es leider nicht. Eine grundlegende Ernährungsumstellung ist Schwerstarbeit. Sie erfordert ein grosses Mass an Willen, Verständnis, Durchhaltevermögen und der Bereitschaft Neues zu lernen.

Was kann Arthrose und Osteoporose begünstigen:

  • Übersäuerung des Körper z.B. durch zu viel saure Lebensmittel gestörter Zuckerhaushaltes des Körpers z.B. über eine kohlenhydratreiche Ernährung
  • Nährstoff- und Mineralstoffmangel: Kann der Körper die Nährstoffe aus der Nahrung überhaupt richtig aufnehmen und verwerten oder liegt sogar ein leaky gut syndrom zu Grunde?
  • Genussmitteln (Alkohol, Nikotin, Zucker)
  • jahrelanger Medikamentenkonsum, vor allem cortisonhaltige Medikamente
  • Stress im Berufs- und Privatleben
  • Bewegungsmangel oder auch falsch belastende Bewegungen

Sie sehen, es ist nicht nur mit der richtigen Ernährung getan, sondern das Gesamtpaket muss stimmen.

Probieren Sie es doch einfach aus, denn wenn man von vornherein diese Sachen beachtet, dann kann man Arthrose und Osteoporose auch erfolgreich vermeiden. Mit der richtigen Prophylaxe kann sich jeder schmerzfrei bis ins hohe Alter Bewegen.

Alle, die zu diesem Thema noch mehr wissen wollen, sind herzlich eingeladen am Mittwoch Abend den 07.Mai um 19.00 Uhr zum nächsten Vortrag im Kloster Wurmsbach bei Rapperswil. Der Eintritt ist wieder kostenfrei.

Anmeldung hier.

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